Der Kulturpark West ist ein Kreativareal auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne im Stadtteil Kriegshaber, liegt unmittelbar neben dem Kulturhaus Abraxas und umfasst rund 6.000 Quadratmeter Nutzfläche. Betrieben wird er - zunächst für 10 Jahre – von der gemeinnützigen Kulturpark West GmbH, die das Gelände und die Gebäude von der Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung (AGS) gepachtet hat. Nutzer der ehemaligen Kasernengebäude sind neben Musikern und Künstlern das Theaterpädagogische Zentrum, das Fanprojekt von FCA und Stadtjugendring, das Projekt des Theaters Augsburg „Mehr Musik!“, der Kultur- und Schulservice Augsburg, Jugendverbände, Theatergruppen sowie eine private Kleinkinderbetreuung. Dazu kommen noch der privat geführte Musikklub „Kantine“ sowie das ehemalige Reese-Theater und die Kradhalle als Veranstaltungsorte mit Kapazitäten zwischen 150 und 600 Plätzen.
Am 12. April wurde das intergenerative, transkulturelle Zentrum „Kulturpark West“ mit einem zehntägigen Programm unter dem Motto „my generation“ offiziell eröffnet. Über 1200 kulturelle Nutzer und Nutzerinnen sind als Mieter in 180 Räumen am Start. Peter Bommas und Thomas Lindner, die beiden Gesellschafter und Geschäftsführer der gemeinnützigen Trägergesellschaft, konnten in der Eröffnungswoche einen gelungenen Einstand feiern. Gut 8000 Besucher tummelten sich auf dem Gelände und waren in der Mehrzahl überrascht über die Aktionen und Projekte, die sich hinter den noch grauen, ehemaligen Kasernenfassaden verbergen. Ateliergemeinschaften und Musiknetzwerke basteln hier an ihren kulturellen Konzepten, permanente Ausstellungen und Kunstaktionen demonstrieren den Anspruch, das Gelände zu einem echten Kompetenzzentrum angesagter Creative Cultures werden zu lassen. Ein erster Meilenstein in dieser Richtung ist die seit Mai 2008 im Kulturpark verankerte Zusammenarbeit zwischen Stadtjugendring und GmbH zur Entwicklung des neuen, im April 2009 an den Start gehenden Jugendkultur-Festivals „Modular“: Elemente der eher musikzentrierten Vorgänger X-Large und PopCity werden aufgegriffen, ergänzt um die aus den Szenen erwachsenden Kompetenzen und ausgedehnt auf alle künstlerischen Ausdrucksformen der jugendlichen Szenekulturen.
Der Kulturpark soll sich entwickeln zu einem Zentrum für kulturelle Bildung, Jugendkultur und generationenübergreifende Kreativszenen. Workshops für Schulklassen, Lehrerfortbildungen und Theaterkurse gehören ebenso zum Angebot wie Coachings zu Studiotechnik, Bandmanagement oder Veranstaltungstechnik. Der Kulturpark West versteht sich damit sowohl als Motor für die Stadtteilentwicklung des „Westparks“ Kriegshaber wie als Katalysator für Szeneaktivitäten, die in die Gesamtstadt wirken. Durch die Integration des privaten Musikklubs „Kantine“ in die Kulturpark Konzeption sowie die Nutzung des ehemaligen Kinos „Reese-Theater“ und dem Party- und Ausstellungsraum „Kradhalle“ wird neben dem aktiven, partizipativen Element auch dem kreativen Konsum Rechnung getragen. Dass dieses Konzept auch überregional Wirkung zeigt, beweist die Reaktion der Medien. Höhepunkt war die Liveübetragung des ZÜNDFUNKs, der Jungen Welle des Bayerischen Rundfunks, der mit seinem „Blauen Bus“ am 31.05. im Kulturpark zu Gast war und von hier aus seine einstündige Live-Sendung übertrug.
Peter Bommas, Kulturpark West GmbH